2025-05-06
Mit dem Resona A20 bringt Mindray ein neues High-End-Ultraschallsystem auf den Markt, das die multiparametrische Bildgebung auf ein neues Level hebt. Es vereint alle relevanten diagnostischen Modalit?ten in einem Ger?t und liefert dabei nicht nur hochaufl?sende Bilder in herausragender Qualit?t, sondern auch entscheidungsrelevante morphologische und funktionelle Informationen, im Speziellen für die Leberdiagnostik.
Seine Premiere feierte das Resona A20 in Deutschland auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), der Anfang Mai in Wiesbaden stattfand. Am Messestand von Mindray wurde das neue System im Rahmen eines Launch-Events von Volker Keller, Marketing Manager für Ultrasound Imaging Systems in Deutschland und ?sterreich, feierlich enthüllt: ?Ich freue mich, Ihnen heute unser neues High-End-System Resona A20 vorzustellen, das nicht nur mit herausragender Bildqualit?t überzeugt sondern auch mit seinen multiparametrischen Tools.“
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Dass das DGIM-Treffen als Bühne für die Produkteinführung gew?hlt wurde, ist natürlich kein Zufall, denn das Resona A20 wurde gezielt für Internistinnen und Internisten konzipiert, die Ultraschall unmittelbar für ihre klinische Entscheidungsfindung nutzen. ?Das Resona A20 ist ein System der Premiumklasse, das für die Anforderungen der allgemeinen Bildgebung konzipiert ist“, erkl?rt Dieter Maier, Sales Segment Manager Ultrasound – General Imaging bei Mindray Deutschland. ?Das System deckt alles ab, was es braucht – von der abdominellen über die neurologische bis hin zur muskuloskelettalen Bildgebungsdiagnostik – und erm?glicht eine frühzeitige und umfassende Einsch?tzung von Gewebever?nderungen, Tumoren und Entzündungen.“
Herzstück des Ger?ts bildet die von Mindray entwickelte Acoustic Intelligence Technology-Plattform (AIT). Sie tr?gt wesentlich zur Leistungsf?higkeit der Resona-Serie bei und vereint zahlreiche Technologien der Signalverarbeitung und Automatisierung unter einer Haube. Durch die Kombination verschiedener Bildgebungsverfahren wird eine multiparametrische Bildgebung erm?glicht, bei der physiologische, morphologische und funktionelle Informationen zusammenlaufen.
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?Das Besondere am neuen A20 ist, dass es die verschiedenen Parameter in ein und derselben Schichtebene simultan erfassen kann,“ betont Maier. ?Das macht nicht nur weniger Aufwand, sondern bringt auch Vorteile in Bezug auf die diagnostische Sicherheit, weil alle Messwerte unter exakt gleichen Bedingungen erhoben werden.“ Die Auswertung der Daten erfolgt dabei automatisiert in nur wenigen Sekunden.
Beim Launch in Wiesbaden war auch Prof. Dr. Ernst Michael Jung mit von der Partie. Der radiologische Leiter des interdisziplin?ren Ultraschallzentrums am Universit?tsklinikum Regensburg hat wesentlich an der Entwicklung der neuesten Kreation aus dem Hause Mindray mitgewirkt. Seinen besonderen Fokus auf die Leber richtend sagte er: ?Mit dem A20 wurde ein Ultraschallger?t entwickelt, das alle wichtigen Fragestellungen der Leberambulanz, eines Lebertumorzentrums, eines Screening-Zentrums in einer Maschine beantworten kann.“
Innovativ am Ger?t ist die STVi-Scherwellen-Viskoelastographie, mit der sich die Dichte der Flüssigkeitsanteile im Gewebe, also die Viskosit?t, quantitativ bestimmen l?sst. Somit liefert die Technik einen neuen diagnostischen Parameter und erlaubt erstmals nichtinvasive Rückschlüsse auf den Entzündungsgrad der Leber. In Kombination mit der klassischen Elastographie, bei der die Steifigkeit des Lebergewebes beurteilt wird, entsteht so ein ganzheitlicheres Bild der Gewebebeschaffenheit, was die Früherkennung und Klassifikation diffuser Lebererkrankungen deutlich verbessert, insbesondere auch bei der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD).
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Visuelle Unterstützung erhalten Anwenderinnen und Anwender dabei durch eine leicht verst?ndliche Farbcodierung nach dem Ampelsystem. Das hei?t: Rote Bereiche im Bild signalisieren akuten Handlungsbedarf. ?Hier besteht Gefahr für den Patienten. Der Arzt muss nicht nur eine Diagnose dokumentieren, sondern umgehend n?chste Schritte einleiten", erl?utert Prof. Jung. Bei Gelb befindet sich der Patient in einem Bereich, der erh?hte Aufmerksamkeit erfordert und konkrete Ver?nderungen n?tig macht. Grün hingegen gibt Entwarnung: Alle Werte liegen im Normalbereich.
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Besonders wertvoll sei diese Farbcodierung auch als Motivationsfaktor, sagt Jung: ?Viele Patienten und Patientinnen sind zun?chst erschrocken über gelbe oder orange Warnfarben. Wenn sie aber ihren Lebensstil ge?ndert haben, nach einem halben Jahr wiederkommen und den grünen Bereich erreichen, ist die Freude gro?. Es best?tigt ihnen: Der Sport und die Ern?hrungsumstellung haben sich gelohnt.“
Ebenfalls neu am Resona A20 ist die Super-Resolution CEUS-Technologie (SR-CEUS), eine besonders hochaufl?sende Form der Kontrastmittelsonografie. Dadurch l?sst sich die r?umliche Aufl?sung der Gef??darstellung noch einmal deutlich hochschrauben, sodass selbst feinste Strukturen im Mikrometerbereich sichtbar werden. Der Regensburger Ultraschallexperte sieht darin einen entscheidenden Mehrwert für die onkologische Bildgebung: ?Mit extrem hoher Vergr??erung und verbesserter Aufl?sung machen wir nun Dinge sichtbar, die vorher nicht sichtbar waren. Das erlaubt uns, gutartige L?sionen – etwa eine FNH, ein Adenom oder ein H?mangiom – von b?sartigen Ver?nderungen zu unterscheiden. Dabei gilt: Je mehr unregelm??ige, neugebildete Gef??e wir sehen, desto aggressiver ist der Tumor.“
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Ein besonders gro?er Fortschritt zeigt sich dadurch in der Beurteilung des hepatozellul?re Karzinoms (HCC). Bislang war hierfür meist eine MRT mit leberspezifischen Kontrastmitteln erforderlich. SR-CEUS biete nun jedoch eine echte Alternative, so der Radiologe, und bringe dazu noch viele Vorteile mit sich: ?Eine Leber-MRT dauert etwa 45 Minuten, ist technisch anspruchsvoll, erfordert sehr teure Ger?te und ist daher nur in spezialisierten Leberzentren verfügbar. Diese Hürden haben wir bei der Sonographie nicht.“
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Auch therapeutisch ergeben sich so neue Chancen. So kann bei stark durchbluteten Tumoren vor einer Operation die Blutversorgung gezielt unterbrochen werden, etwa durch Ablation oder Embolisation. Vor allem, wenn ein chirurgischer Eingriff mit hohem Blutungsrisiko verbunden w?re. Und das alles, ohne den Umweg über eine zus?tzliche diagnostische Bildgebung nehmen zu müssen. Und was für Lebertumore funktioniert, l?sst sich auch auf andere Organe übertragen: So wird bereits konkret daran gearbeitet, die SR-CEUS-Technologie künftig auch für die Mamma- und Schilddrüsendiagnostik verfügbar zu machen.